Markt

Der Marktplatz befand sich ursprünglich nicht direkt neben der Johanniskirche, sondern umfasste nur etwa ein Drittel seiner heutigen Ausdehnung und lag im nördlichen Teil des heutigen Marktes. Er wurde im Norden in Höhe der heutigen Häuserzeile begrenzt, reichte von der Einmündung der Salzstraße im Osten bis zur Rabengasse (Ravenstraße) im Westen und wurde zur Kirche hin von einem Viertel begrenzt, das sehr enge Gassen besessen haben muss und nach 1860 nicht wieder aufgebaut worden ist. An der Südostecke dieses rechteckigen kleinen Platzes stand das alte Rathaus, von dem nur noch Zeichnungen existieren, schräg gegenüber der noch heute vorhandenen Stadtapotheke.

Das alte Rathaus am Markt stand mit der Giebelseite zur Johanniskirche ausgerichtet     (nach der Überlieferung gezeichnet)

Die Ostseite des Marktplatzes um 1925, Blick auf den Gasthof "Schwarzer Adler" und in Richtung der Nordhäuser Straße mit dem Pfarrhaus  (zeitgenössische Postkarte)

Der Marktplatz mit der Johanniskirche um 1935: vorn das Kriegerdenkmal, dahinter das Siegfrieddenkmal (zeitgenössische Postkarte)

Das Rathaus beherbergte nicht nur den Ratskeller und die Räume des Magistrats, sondern war zeitweilig auch Sitz der Landesregierung der Grafschaft Hohnstein (bis 1714), der Königlich Preußischen Kriegs- und Domänenkammer- Deputation (1770-1787) sowie des Amtsgerichtes. Es wurde 1859 wegen Baufälligkeit abgetragen.